Seit 1948 wird jedes Jahr im Herbst erneut der Bambi verliehen. Er ist der älteste deutsche Medienpreis und lockt jedes Jahr auch internationale Stars auf dem roten Teppich, der von dem Medienkonzern Hubert Burda Media ausgerollt wird. Vom anfänglichen Fernsehpreis hat er sich zum Preis der gesamten Medienbranche gewandelt. So wird der Bambi mittlerweile auch unter anderem in den Kategorien Sport, Pop und Charity vergeben.
Der Bambi ist der älteste deutsche Filmpreis. Die Erstveranstaltung fand bereits im Jahre 1948 statt. Bis 1995 bestand das Rehkitz aus weißem Porzellan. Ein leicht zerbrechliches Material, wie der Regisseur Kurt Maetzig, der als erster Preisträger den Bambi erhielt, feststellen musste. Da das Original zerbrochen war, bekam er zum 60.-Jubiläum des Bambis eine Kopie überreicht. Am 25. Januar 2011 feierte er seinen hundersten Geburtstag. Seit 1958 wird die Auszeichnung in vergoldeter Bronze hergestellt. Anfänglich fand die Verleihung immer in Karlsruhe statt. Seit 1964 wechselt der Austragungsort jedoch jedes Jahr. Am 10. November 2011 wird der Bambi zum zweiten Mal in Wiesbaden verliehen. Der Bambi wird von einem der größten Medienkonzerne Deutschlands, der Hubert Burda Media, vergeben. Die Jury des Bambis besteht aus dem Vorstandvorsitzenden Hubert Burda und allen Chefredakteuren des Verlags Burda.
Die meisten Bambi-Auszeichnungen erhielten die Schauspieler Peter Alexander, Otto Wilhelm Fischer, Johannes Heesters und Sophia Loren. Rekordpreisträger Nummer Eins ist der 1994 verstorbene Heinz Rühmann. Er erhielt zwölf Bambis. In Erinnerung ist er vor allem als Protagonist der 1944 erschienenen Komödie „Die Feuerzangenbowle“ geblieben.
Der Bambi ist nicht nur ein Preis für Schauspieler, sondern zeichnet auch Musiktalente, Sportprofis und Personen aus, die sich in besonderem Maße durch Charity-Aktionen verdient gemacht haben. Die 62. Verleihung des Bambis fand in Potsdam am 11.November 2010 statt. Die Bambis wurden in den folgenden Kategorien vergeben:
- Ehrenbambi: Johannes Heesters
- Stille Helden: Daniela Lesmeister, Tom Wenzel und Claus Muchow
- Sonderpreis der Jury: Joachim Löw
- Lebenswerk: Udo Lindenberg
- Charity: Orlando Bloom
- Schauspielerin National: Hannah Herzsprung
- Schauspieler National: Florian David Fitz
- Bester Fernsehfilm: Der Tatort „Weil sie böse ist“
- Sport: Verena Sailer und Verena Bentele
- Pop National: Unheilig
- Pop International: Gossip
- Shooting Star: Hurts
- Kultur: Schristoph Schlingensief
- Integration: Mesut Özil
- Millenium-Bambi: Hans-Dietrich Genscher
- Überraschungsbambi: Jessica Parker
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